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Dokumente aus dem Bereich Forschung des IKGIS, des Geodätischen Instituts der TU Darmstadt und des Labors für Geoinformation der FH Frankfurt a.M.




ALKIS / ATKIS Datenmodell

Das ALKIS®-Datenmodell bildet, basierend auf den Sachdaten des heutigen Liegenschaftskatasters (ALB), bereits einen großen Teil des Grundbuchinhalts aus Bestandsverzeichnis und Abteilung I (Eigentümerdaten und Bestandsdaten) ab. Für das Land Hessen, das künftig eine organisatorische Zusammenführung von Grundbuchamt und Katasteramt anstrebt, liegt es daher nahe, das bestehende ALKIS®-Datenmodell auf die Inhalte der Abteilungen II und III des Grundbuchs auszudehnen, um so eine integrierte Lösung für  Liegenschaftskataster und Grundbuch zu erreichen. Hier bietet sich die Chance, den Gedanken von ALKIS®, einen konsistenten redundanzfreien Datenbestand, zu erreichen und über den „Tellerrand“ hinaus auf den Bereich des Grundbuchs auszuweiten. Der größte Vorteil eines einheitlichen Modells für die Inhalte von Liegenschaftskataster und Grundbuch liegt im Wegfall der doppelten Führung von Inhalten von Bestandsverzeichnis und Abteilung I, was sich in Synergieeffekte bei der Datenführung und Datennutzung auswirken würde. Weiterhin hat die Integration der Abteilungen II und III insgesamt eine wirtschaftlichere Verfügbarkeit der Daten im Hinblick auf Datenhaltung, –verarbeitung und –transfer zur Folge. Betrachtet man beispielsweise einmal den Bereich der Datenhaltung, so würde im Falle eines gemeinsamen Datenbestands von Grundbuchamt und Katasteramt keine Schnittstelle für den Austausch von Daten mehr nötig sein.

Der Projektbericht ist das Ergebnis eines Kooperationsprojektes zwischen
     • dem Geodätischen Institut der Technischen Universität Darmstadt
     • der Firma Intergraph Deutschland GmbH
     • der Firma ORACLE Deutschland GmbH und
     • dem Hessischen Landesvermessungsamt.

◊ Pilothafte Realisierung des ATKIS-Datenmodells - Teil 1  (pdf ∼ 1,6 MB) 
◊ Pilothafte Realisierung des ATKIS-Datenmodells - Teil 2  (pdf ∼ 4.0 MB)  


GDI-Südhessen

Das Projekt "Geodateninfrastruktur Südhessen"

Das Projekt zur Konzeption und zum Aufbau der Geodateninfrastruktur für Südhessen (GDI-Südhessen) als regionales Modul der Geodateninfrastruktur in Hessen (GDI-HE) sorgt für verwaltungsübergreifenden Austausch und Anwendung von Geoinformationen im Interesse der Kommunalverwaltung, Bürger sowie anderer Verwaltungs- und Wirtschaftsunternehmen in der Region. Das Projekt ist im April 2005 seitens des Hessischen Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation (HLBG) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kommunale Geo-Informationssysteme e.V. (IKGIS) initiiert worden. Das Ergebnis dieser Vorstudie wurde im nachfolgenden Projektbericht zusammenhestellt.

Inhalt dieses Dokuments ist die Durchführung der Vorstudie zur Realisierung der GDI-Südhessen. Die Grundlage der hier dargelegten Ergebnisse bildet eine Befragung, welche durch das IKGIS im südhessischen Raum durchgeführt wurde. Zu den befragten Institutionen gehörten Vertreter der unterschiedlichen Verwaltungsebenen (Kommune, Landkreis, Regierungs-präsidium), aber auch Vertreter aus dem Wirtschaftsbereich.

   ◊ Vorstudie zur GDI-Südhessen (pdf ∼ 0,5 MB)

Es folgte ein vom HLBG finanziertes und vom IKGIS wissenschaftlich begleitetes Projekt zur Schaffung einer (kommunalen) Geodateninfrastruktur in Südhessen mit potenziellen Teilnehmern an einer solchen Infrastruktur. Über drei Jahre (2005 - 2008) wurde auf freiwilliger Basis mit den Partnern ein Konzept entworfen, wie eine solche Infrastruktur aufgebaut werden könnte und sollte.

Egebnisse der gemeinsamen Arbeit wurde in "Rahmenpapieren" festgehalten:

◊ Rahmenpapier 1: Definitionen, Ziele, Standards, Initiativen, Modelle (pdf∼0,7 MB)
◊ Rahmenpapier 2: Metadaten (pdf∼1,2 MB)
◊ Rahmenpapier 3: Enbindung politischer Entscheidungsträger (pdf∼0,5 MB)
◊ Rahmenpapier 4: Technische Voraussetzung zum Aufbau einer GDI-Infrastruktur(pdf∼2,0 MB)
◊ Rahmenpapier 5: Portale (pdf∼1,4 MB)
◊ Rahmenpapier 6: Sicherheit (pdf∼0,4 MB)
◊ Rahmenpapier 7: Standardisierung von Fachinformationen (pdf∼1,2 MB)
◊ Rahmenpapier 8: Organisations-, Rollen- und Finanzierungsmodelle (pdf∼1,1 MB)
◊ Abschlussbericht (pdf∼4,1 MB)

 Die Kooperationspartner

          Kreis Bergstraße,
          Landkreis Darmstadt-Dieburg, 
          Kreis Groß-Gerau 
          Odenwaldkreis,
          Wissenschaftsstadt Darmstadt 
          Stadt Offenbach am Main,
          Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main,
          Land Hessen (vertreten durch die HVBG) 

schlossen sich am 01.01. 2009 zur dauerhaften "Arbeitsgemeinschaft Geodateninfrastruktur Südhessen" zusammen, um im kommunalen Bereich Kompetenzen aufzubauen, Erfahrungen in der Zusammenarbeit zu gewinnen und erste beispielhafte Realisierungen umzusetzen.

In der Präambel zum Kooperationsvertrag ist vermerkt:

"Ziel einer Geodateninfrastruktur (GDI) ist es, den Austausch und die gemeinsame Nutzung von Geoinformationen zu optimieren. Durch die mittlerweile bestehenden Möglichkeiten des internetbasierten Einsatzes von Daten, Diensten und Anwendungen ergeben sich vielfältige Chancen, das Wert-schöpfungspotenzial der vorhandenen Daten sowohl innerhalb der eigenen Verwaltung aber auch über Verwaltungsgrenzen hinweg unter Verwendung von standardisierten Technologien einer GDI zu erhöhen. Im Weiteren werden sich neue Anforderungen aus der Umsetzung der Richtlinie 2007/2/EG zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE) in Landesrecht ergeben. Hierdurch werden alle öffentlichen Stellen verpflichtet, die digital vorliegenden relevanten Daten „INSPIRE-konform“ bereitzustellen. Die Landkreise, (kreisfreie) Städte und Gemeinden sowie die Planungsverbände erheben, nutzen und pflegen eine Vielzahl an Geofachdaten im Rahmen der Erfüllung ihrer jeweiligen Fachaufgaben. Dabei verwenden sie als amtliche und gemeinsame Grundlage die Geobasisdaten der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG). Die HVBG ist neben der Bereitstellung der Geobasisdaten auch für den Aufbau, den Betrieb und die Weiterentwicklung von zentralen Komponenten der GDI-Hessen sowie der damit verbundene Beratung und Unterstützung innerhalb der hessischen Landesverwaltung zuständig. Durch eine intensive Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene wird die Möglichkeit gesehen, die verteilt vorhandenen Kompetenzen zu bündeln und Synergieeffekte beim Aufbau einer regionalen GDI zu erreichen. Die Beteiligung der HVBG konzentriert sich unter Wahrung der kommunalen Selbstverwaltung auf eine beratende und unterstützende Rolle. Die Arbeitsgemeinschaft ist das Ergebnis eines seit 2005 laufenden Projektes, welches dazu diente, im kommunalen Bereich Kompetenzen aufzubauen, Erfahrungen in der Zusammenarbeit zu gewinnen und erste beispielhafte Realisierungen umzusetzen. Die Kooperationspartner überführen jetzt die erfolgreiche Projektarbeit in dauerhafte Strukturen. Aus diesem Grund vereinbaren die Partner die gemeinsame Gründung der „Arbeitsgemeinschaft Geodateninfrastruktur Südhessen“ nach Maßgabe der folgenden Abschnitte ..."

Weitere Informationen erhalten Sie bei der

Geschäftsstelle GDI-Südhessen
c/o Amt für Bodenmanagement Heppenheim
Europaplatz 5
64293 Darmstadt

Telefon: +49 (0)6151 5004-304
E-Mail: info@gdi-suedhessen.de


GDI-Testplattform

Das Forschungsvorhaben "GDI-Testplattform INSPIRE-kommunal" schafft eine Plattform für den inter-disziplinären Wissenstransfer im Bereich der Geodateninfrastrukturen. Es werden beispielhaft kommunale Arbeitsprozesse als GDI-Workflows implementiert und anschließend allgemein verständlich präsentiert. Treten bei der Umsetzung unterschiedlicher GDI-Anwendungsszenarien Probleme auf, so werden diese durch die Plattform aufgezeigt und erste Lösungsmöglichkeiten können prototypisch erarbeitet werden. Weiterhin wird im Rahmen von Fortbildungs- und Demonstrationsveranstaltungen Interessenten aus den unterschiedlichsten öffentlichen Verwaltungsebenen bzw. der Industrie die Möglichkeit gegeben werden, eine GDI in verschiedenen Testszenarien kennenzulernen und eigene Erfahrungen in Praxisworkshops zu machen.

Das am Labor für Geoinformation der FH-Frankfurt durchgeführte Projekt "GIS-Kooperation und Datenaus-tausch im Gebiet des Planungverbandes Ballungsraum Frankfurt / Rhein Main" zeigt am Beispiel des Planungs-verbandes wie umfangreich die derzeitigen Schnittstellen im Geodatenbereich sind.

Projektbetreuer:   Prof. Dr.-Ing. Robert Seuß, Michael Paul
Bearbeiter:            Florin Aubele, Josephine Farquharson, Anja Olschewski,
                                William Saßmann, Benjamin Schnitzer, Daniel Speckhardt, 
                                Martin Zimmermann

◊ GIS-Kooperation und Datenaustausch im Gebiet des Planungsverbandes
Ballungsraum Frankfurt / Rhein Main (pdf ∼3,5 MB)

 


GDI InfoTour kostenlos zugänglich

Im Rahmen einer Festveranstaltung im Kongresszentrum "Darmstadtium" wurde am 01. Februar 2012 von der Arbeitsgemeinschaft Geodateninfrastruktur Südhessen (GDI-Südhessen) die GDI INFOTour vorgestellt und freigeschaltet. Die GDI InfoTour ist ein interaktives Informations- und Lehrprogramm welches sich an Entscheider in der Politik, an fachliche Führungskräfte und an Sachbearbeiter wendet. Die GDI InfoTour umfasst insgesammt acht Info-Module, die sich aus lebendigen Animationssequenzen, anschaulichen Graphiken, erläuternden Texten und spannenden Wissens-Spielen zusammensetzt. 

      Die GDI InfoTour ist ohne Anmeldung  oder Login zugänglich unter:

           www.gdi-infotour.de


IKGIS als Prüfstelle für KGIS-Software in Hessen

Einrichtung und Betrieb einer unabhängigen Prüfstelle nach DIN EN 45011 für KGIS-Software in Hessen

(1) Die Einrichtung und der Betrieb der unabhängigen Prüfstelle für KGIS-Software in Hessen wird auf der
    Grundlage einer vertraglichen Bindung vom April 2004 zwischen der Hessischen Verwaltung für
    Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG) und dem Institut für Kommunale Geoinformationssysteme
    e.V. (IKGIS) eingeleitet.
(2) Das IKGIS wird im Auftrag der HVBG die unabhängige Prüfstelle für KGIS-Software in Hessen.
(3) Mit der Einrichtung und dem Betrieb der unabhängigen Prüfstelle für KGIS-Software in Hessen werden
    folgende grundsätzlichen Zielsetzungen verfolgt:
- Überblick über die Marktlage;
- Marktübersicht durch Bewertung nach durch die Vertragspartner gemeinsam entwickelten Kriterien und 
   Schaffung des Mehrwerts für die Kommunen bei Systemeinführung, –erweiterung oder –wechsel;
- Prüfung durch eine unabhängige Prüfstelle (Einrichtung der Prüfstelle am Institut für Kommunale
   Geoinformationssysteme e.V. (IKGIS));
- Die Kommunen erhalten einen Überblick über kommunenspezifische Prüfkriterien und deren Erfüllung durch
   die geprüften Softwareprodukte;
- Durch die Prüfung der Softwareprodukte nach kommunenspezifischen Prüfkriterien wird angestrebt, dass die
   Anbieter ihre Produkte den kommunalen Anforderungen besser anpassen;
- Jeder GIS-Softwarehersteller hat die Möglichkeit, seine KGIS-Produkte prüfen zu lassen. Durch die
   Teilnahme an der Prüfung werden die Produkte in den Kreis der Softwareerzeugnisse aufgenommen, welche
   in die Beratungstätigkeit der HVBG im Bereich der hessischen Kommunen einfließen;
- Neutrale Beratung der Kommunen im Hinblick auf KGIS-relevante Fragestellungen;
- Optimaler Einsatz und Nutzung der durch die HVBG gelieferten Geobasisdaten durch die hessischen
   Kommunen.
 

    ◊ Abschlussvortrag (PowerPoint) zum Projektende 

Das Projekt bildete die Grundlage der Forschungsarbeiten von Frau Daniela Wenzel zu ihrer Dissertation "Einsatz von unabhängigen Prüverfahren und modernen Testverfahren zur Qualitätssteigerung in der Geo-informatik"


 
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